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Mit mehr als 60km/h auf zwei Kufen durchs Hamburger Loch direkt auf den roten Felsen zu ... Quizfrage: Ziel ?

Es ist gar nicht schwer: das Hamburger Loch ist ein Seegebiet vor Helgoland. Hier muss man durch, wenn man aus der Elbmündung kommend, zur Insel will. Und das kann bei starkem NW-Wind wegen des dann herrschenden besonderen Seegangs nicht ganz einfach werden. Ich habe es vor Jahren selbst erlebt: der damalige Helgoland-Katamaran 'MS Polarstern' der Reederei AG Ems musste, nachdem wir bei Windstärke 6-7bft in Cuxhaven abgelegt hatten, die Fahrt abbrechen ! Jawohl, der spitzzulaufende Bug schnitt so stark in die Wellen ein und nahm Wasser über, das jedes mal die Fahrt stark abgebremst wurde; der Zustand der Passagiere war entsprechend ... (Ein Bericht über noch schlimmere Erlebnisse aus 2008 finden sich unter http://www.spiegel.de/panorama/unglueck-auf-helgoland-faehre-wir-sind-geflogen-wie-in-der-achterbahn-a-570176.html. Übrigens fährt dieser Kat jetzt als 'MS Nordlicht' im Fährdienst zwischen Emden und Borkum.)

Aber heute ist alles anders: die Sonne scheint und die See ist bei 3-4Bft Windstärke nur leicht bewegt. So legt der größere Helgoland-Katamaran 'HSC Halunder Jet' (HSC=Hight Speed Craft; 33,9 kn vmax, 579 Passagiere!) um 11,15Uhr in Cuxhaven ab und erreicht nach 75min Fahrt die 70km vom Festland entfernte Insel Helgoland. Schon von weitem ist die bekannte Silhouette Helgolands auszumachen. Der Kat legt an der Kaimauer im Vorhafen an; wir können direkt aussteigen, ohne das bekannte Ausbooten mit den Bördeschiffen, ein Vorzug dieser Überfahrt.

Der Strom der Touristen ergießt sich nun auf die Insel, in die Fänge der geschäftewitternden Einwohner.

Aber vor der Reise habe ich mich über Helgoland,  die Insel mit bewegter Vergangenheit, informiert bei Wikepedia informiert ...

Die Erlebnisse des Tages bei herrlich sommerlichem Wetter fasse ich stichwortartig zusammen; viele Eindrücke sind in der Bildserie zusätzlich dokumentiert:

Helgoland gliedert sich in das Oberland (mit Oberstadt und der westlichen Klippenküste, einschl. Langer Anna) und das Unterland. Ein Klippenweg umrundet das Oberland und führt zu den sehenswerten Felsformationen mit den Brutgebieten der Lummen und anderer schützenswerter Seevögel. Hier wälzt sich der Track der Touristen entlang, in den ich mich einreihe: Menschen aller Altersgruppen und Konditionen mit Kindern und Hunden sind unterwegs, 'Selfieisten' halten sich fest und andere auf. Die Lummen lassen sich trotz der Nähe der Menschen nicht stören; wer hier war, kennt ab jetzt den Geruch von Guano. Die Schafe ducken sich ins Gras, in der Ferne ziehen die Frachter auf den Schifffahrtwegen in der Deutschen Bucht, wie an einer Perlenkette aufgereiht, entlang, im Norden sind die zahllosen Windräder der Nordsee-Windparks zu erkennen. Es ist eben alles im totalen Plural vorhanden !

Der Rundweg endet mit dem Abstieg ins Unterland, vorbei an einer Kleingarten-Kolonie mit gemüsebewirtschafteten Gärten. Ein Laubenpieper erntet gerade seine Erbsen und wird von 2 Passantinnen mit den Worten angesprochen: "Heute werden Sie aber beobachtet ..." Darauf der Gärtner: "Nicht nur heute ..."

Im Unterdorf herrschen die Gastronomie und die Geschäfte mit den Angeboten von zollfreien Waren. Am Strand in der Nähe der Landungsbrücke sind die Auswirkungen des gerade stattfindenden "Störtebeker Opti Cup" zu spüren: viele junge Leute managen ihre Segler nach dem Regattatag.

Ab 15Uhr beobachte ich das Ausbooten oder besser jetzt Einbooten der Touristen auf die Seebäderschiffe, die aus Büsum kommend, im Binnenhafen vor Anker liegen. Um 16,30Uhr legt die andere Helgoland-Fähre Richtung Cuxhaven/Hamburg ab. Der Halunder Jet startet, wieder voll besetzt mit 579 Passagieren auf nummerierten Plätzen um 17Uhr und überholt die vorausgefahrene Fähre mit 62km/h weit vor Cuxhaven.

Fazit: Ein Tag mit 2,5h (Hin- und Rückfahrt) beeindruckender High-Speed-Fahrt mit dem Katamaran über eine  freundlich friedvolle Nordsee und ein 4,5h-Aufenthalt auf dieser sehenswerten von der Natur geprägten Insel Helgoland mit entsprechendem Sightseeing. Überrascht bin ich doch von den Touristenmassen, die aber in der Ferienzeit bei diesem Wetter hätten erwartet werden können. Helgoland-Fans wissen, dass der wahre Genuss beginnt, wenn nachmittags die Ausflugs- und Fährschiffe wieder weg sind. Hierzu muss man einen mehrtägigen Urlaub planen. Vielleicht wird Helgoland mal ein Ziel ... !!!

feS -.-.- 26.07.2016



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Mit mehr als 60km/h auf zwei Kufen durchs Hamburger Loch direkt auf den roten Felsen zu ... Quizfrage: Ziel ?

Es ist gar nicht schwer: das Hamburger Loch ist ein Seegebiet vor Helgoland. Hier muss man durch, wenn man aus der Elbmündung kommend, zur Insel will. Und das kann bei starkem NW-Wind wegen des dann herrschenden besonderen Seegangs nicht ganz einfach werden. Ich habe es vor Jahren selbst erlebt: der damalige Helgoland-Katamaran 'MS Polarstern' der Reederei AG Ems musste, nachdem wir bei Windstärke 6-7bft in Cuxhaven abgelegt hatten, die Fahrt abbrechen ! Jawohl, der spitzzulaufende Bug schnitt so stark in die Wellen ein und nahm Wasser über, das jedes mal die Fahrt stark abgebremst wurde; der Zustand der Passagiere war entsprechend ... (Ein Bericht über noch schlimmere Erlebnisse aus 2008 finden sich unter http://www.spiegel.de/panorama/unglueck-auf-helgoland-faehre-wir-sind-geflogen-wie-in-der-achterbahn-a-570176.html. Übrigens fährt dieser Kat jetzt als 'MS Nordlicht' im Fährdienst zwischen Emden und Borkum.)

Aber heute ist alles anders: die Sonne scheint und die See ist bei 3-4Bft Windstärke nur leicht bewegt. So legt der größere Helgoland-Katamaran 'HSC Halunder Jet' (HSC=Hight Speed Craft; 33,9 kn vmax, 579 Passagiere!) um 11,15Uhr in Cuxhaven ab und erreicht nach 75min Fahrt die 70km vom Festland entfernte Insel Helgoland. Schon von weitem ist die bekannte Silhouette Helgolands auszumachen. Der Kat legt an der Kaimauer im Vorhafen an; wir können direkt aussteigen, ohne das bekannte Ausbooten mit den Bördeschiffen, ein Vorzug dieser Überfahrt.

Der Strom der Touristen ergießt sich nun auf die Insel, in die Fänge der geschäftewitternden Einwohner.

Aber vor der Reise habe ich mich über Helgoland,  die Insel mit bewegter Vergangenheit, informiert bei Wikepedia informiert ...

Die Erlebnisse des Tages bei herrlich sommerlichem Wetter fasse ich stichwortartig zusammen; viele Eindrücke sind in der Bildserie zusätzlich dokumentiert:

Helgoland gliedert sich in das Oberland (mit Oberstadt und der westlichen Klippenküste, einschl. Langer Anna) und das Unterland. Ein Klippenweg umrundet das Oberland und führt zu den sehenswerten Felsformationen mit den Brutgebieten der Lummen und anderer schützenswerter Seevögel. Hier wälzt sich der Track der Touristen entlang, in den ich mich einreihe: Menschen aller Altersgruppen und Konditionen mit Kindern und Hunden sind unterwegs, 'Selfieisten' halten sich fest und andere auf. Die Lummen lassen sich trotz der Nähe der Menschen nicht stören; wer hier war, kennt ab jetzt den Geruch von Guano. Die Schafe ducken sich ins Gras, in der Ferne ziehen die Frachter auf den Schifffahrtwegen in der Deutschen Bucht, wie an einer Perlenkette aufgereiht, entlang, im Norden sind die zahllosen Windräder der Nordsee-Windparks zu erkennen. Es ist eben alles im totalen Plural vorhanden !

Der Rundweg endet mit dem Abstieg ins Unterland, vorbei an einer Kleingarten-Kolonie mit gemüsebewirtschafteten Gärten. Ein Laubenpieper erntet gerade seine Erbsen und wird von 2 Passantinnen mit den Worten angesprochen: "Heute werden Sie aber beobachtet ..." Darauf der Gärtner: "Nicht nur heute ..."

Im Unterdorf herrschen die Gastronomie und die Geschäfte mit den Angeboten von zollfreien Waren. Am Strand in der Nähe der Landungsbrücke sind die Auswirkungen des gerade stattfindenden "Störtebeker Opti Cup" zu spüren: viele junge Leute managen ihre Segler nach dem Regattatag.

Ab 15Uhr beobachte ich das Ausbooten oder besser jetzt Einbooten der Touristen auf die Seebäderschiffe, die aus Büsum kommend, im Binnenhafen vor Anker liegen. Um 16,30Uhr legt die andere Helgoland-Fähre Richtung Cuxhaven/Hamburg ab. Der Halunder Jet startet, wieder voll besetzt mit 579 Passagieren auf nummerierten Plätzen um 17Uhr und überholt die vorausgefahrene Fähre mit 62km/h weit vor Cuxhaven.

Fazit: Ein Tag mit 2,5h (Hin- und Rückfahrt) beeindruckender High-Speed-Fahrt mit dem Katamaran über eine  freundlich friedvolle Nordsee und ein 4,5h-Aufenthalt auf dieser sehenswerten von der Natur geprägten Insel Helgoland mit entsprechendem Sightseeing. Überrascht bin ich doch von den Touristenmassen, die aber in der Ferienzeit bei diesem Wetter hätten erwartet werden können. Helgoland-Fans wissen, dass der wahre Genuss beginnt, wenn nachmittags die Ausflugs- und Fährschiffe wieder weg sind. Hierzu muss man einen mehrtägigen Urlaub planen. Vielleicht wird Helgoland mal ein Ziel ... !!!

feS -.-.- 26.07.2016