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"... und dann kommt ein Schlepper aus dem Hafen"

... WOW, es ist der Hochseeschlepper 'Holland', Bj 1951, Länge: 57,35 m, Breite: 9,54 m, Tiefgang: 3,6 m, Geschwindigkeit: 16 kn !

Ach ja, es ist wieder Hafengeburtstag in Hamburg und Tag der Einlaufparade am Freitag. Ich bin traditionell dabei: in diesem Jahr auf dem Hochseeschlepper 'Holland'; Start der Fahrt ist nach Programm um 14Uhr ab Brücke 10 der Landungsbrücken. Die Schlepper 'Holland' und 'Elbe' liegen dort im Päckchen.

Da die Fahrt erst 14Uhr beginnt, schnuppere ich nach meiner Ankunft in Hamburg gegen 11Uhr das Flair des beginnenden Hafengeburtstages bei einem prognostizierten Schietwetter (Regen, um 10gradC) und Fischbrötchen. Der Dauerregen zeigt, was er kann: die Besucher schlängeln sich von Unterstand zu Unterstand. Sogar Glühwein-Stände sind da (ehrlich, kein Scherz). Trotzdem stellt sich Hafengeburtstags-Atmosphäre ein.

An der Brücke 10 erwarten die Besucher, wie vorgesehen, die Schlepper ‚Holland‘ und ‚Elbe‘. Bevor ich an Bord gehe, wärme ich mich nochmal in der Fischerklause direkt vor dem Schlepper-Liegeplatz mit einem Latte Macchiato auf. Das Boarding beginnt bereits kurz nach 13Uhr.

An Bord gibt es zunächst ein alkoholfreies Willkommensgetränk, anschließend bleibt bis zur Abfahrt Zeit, ohne Gedränge das Schiff zu erkunden. Außer den Crew-Räumen sind alle Schiffsräume zugänglich. Mein Rundgang führt mich auf die Brücke mit den superglänzenden Messingapparaturen (Maschinentelegraf, Kompass), in den Maschinenraum und den Salon mit Bar-Theke und gemütlichen Sitzecken. Die Tische füllen sich langsam und es gibt dann Gesprächsfetzen wie: „Jetzt fehlen nur noch die Spielkarten“. Die Motivationen für solche Fahrten sind eben bei den Besuchern sehr unterschiedlich.

Um 14,15Uhr legt die ‚Holland‘ ab und fährt mit zahlreichen anderen Schiffen elbabwärts, den einlaufenden Paradeschiffen entgegen. Der Käpt’n hat eine Unterlage dabei, aus der hervorgeht, zwischen welchen Schiffen er sich bei der Rückfahrt (Einlaufparade) einreihen muss. So geht unsere Fahrt vorbei an den Hamburger Hafenanlagen, den Airbus-Werken in Finkenwerder, Blankenese bis zur Wende in Höhe Wedel. Bis hierher sind uns u.a. eine irische Fregatte, die Großsegler ‚Mir‘ und ‚Kruzenshtern‘, Behördenfahrzeige der Küstenwache entgegengekommen. Zahlreiche mitlaufende Schiffe wie zahlreiche holländische Segler (‚Tolkien‘, ‚H. Bartelds‘, ‚Elegant‘, 'Pedro Donker‘, etc.) und die Museumsschiffe, die regelmäßig an der Parade teilnehmen, finden ebenso wie die ‚Holland‘ ihren Platz, indem sie an entsprechender Stelle wenden und sich einreihen.

Bevor die Rückfahrt (und damit die eigentliche Einlaufparade) beginnt, gibt es an Bord ein kalt/warmes sehr leckeres Buffet. Auch hier an Bord gibt es die ‚Buffet-Filmer‘, die ‚Sitzplatz-Freihalter‘, die ‚Drängler‘ und alle Eigenheiten, die im täglichen Leben vorkommen.

Bei Wetterbesserung (der Regen hat inzwischen aufgehört) ist der Aufenthalt an Bord auf dem Vor- oder Achterschiff jetzt auch ohne Unterstand möglich. Es wird auf der Elbe immer voller; diese Atmosphäre kann letztendlich nicht beschrieben, sondern nur erlebt werden !

Gegen 17,30Uhr fahren alle Fahrzeige an den Landungsbrücken vorbei; Schiffsführer brauchen wegen des Gewusels starke Nerven. Die ziemlich unbeweglichen Großsegler werden mit Schlepperhilfe und Polizei-Eskorte an ihre Liegeplätze gebracht. Nach der Wende vor der Elbphilharmonie fährt auch die ‚Holland‘ zurück, um vor der ‚Mir‘ und ‚Kruzenshtern‘ an ihrem Platz (Brücke 10) um 18,15h nach 46km Fahrt festzumachen.

Das Gedränge an Land ist inzwischen enorm; die Musik an den zahlreichen Bühnen schallt mit ohrenbetäubender Lautstärke: hier geht jetzt die Party des Hafengeburtstages richtig los ! Für mich beginnt allerdings die Heimfahrt im ICE mit den Gedanken an diesen trotz des Schietwetters wieder erlebnisreichen Tag.

feS -.-.- 05.05.2017



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"... und dann kommt ein Schlepper aus dem Hafen"

... WOW, es ist der Hochseeschlepper 'Holland', Bj 1951, Länge: 57,35 m, Breite: 9,54 m, Tiefgang: 3,6 m, Geschwindigkeit: 16 kn !

Ach ja, es ist wieder Hafengeburtstag in Hamburg und Tag der Einlaufparade am Freitag. Ich bin traditionell dabei: in diesem Jahr auf dem Hochseeschlepper 'Holland'; Start der Fahrt ist nach Programm um 14Uhr ab Brücke 10 der Landungsbrücken. Die Schlepper 'Holland' und 'Elbe' liegen dort im Päckchen.

Da die Fahrt erst 14Uhr beginnt, schnuppere ich nach meiner Ankunft in Hamburg gegen 11Uhr das Flair des beginnenden Hafengeburtstages bei einem prognostizierten Schietwetter (Regen, um 10gradC) und Fischbrötchen. Der Dauerregen zeigt, was er kann: die Besucher schlängeln sich von Unterstand zu Unterstand. Sogar Glühwein-Stände sind da (ehrlich, kein Scherz). Trotzdem stellt sich Hafengeburtstags-Atmosphäre ein.

An der Brücke 10 erwarten die Besucher, wie vorgesehen, die Schlepper ‚Holland‘ und ‚Elbe‘. Bevor ich an Bord gehe, wärme ich mich nochmal in der Fischerklause direkt vor dem Schlepper-Liegeplatz mit einem Latte Macchiato auf. Das Boarding beginnt bereits kurz nach 13Uhr.

An Bord gibt es zunächst ein alkoholfreies Willkommensgetränk, anschließend bleibt bis zur Abfahrt Zeit, ohne Gedränge das Schiff zu erkunden. Außer den Crew-Räumen sind alle Schiffsräume zugänglich. Mein Rundgang führt mich auf die Brücke mit den superglänzenden Messingapparaturen (Maschinentelegraf, Kompass), in den Maschinenraum und den Salon mit Bar-Theke und gemütlichen Sitzecken. Die Tische füllen sich langsam und es gibt dann Gesprächsfetzen wie: „Jetzt fehlen nur noch die Spielkarten“. Die Motivationen für solche Fahrten sind eben bei den Besuchern sehr unterschiedlich.

Um 14,15Uhr legt die ‚Holland‘ ab und fährt mit zahlreichen anderen Schiffen elbabwärts, den einlaufenden Paradeschiffen entgegen. Der Käpt’n hat eine Unterlage dabei, aus der hervorgeht, zwischen welchen Schiffen er sich bei der Rückfahrt (Einlaufparade) einreihen muss. So geht unsere Fahrt vorbei an den Hamburger Hafenanlagen, den Airbus-Werken in Finkenwerder, Blankenese bis zur Wende in Höhe Wedel. Bis hierher sind uns u.a. eine irische Fregatte, die Großsegler ‚Mir‘ und ‚Kruzenshtern‘, Behördenfahrzeige der Küstenwache entgegengekommen. Zahlreiche mitlaufende Schiffe wie zahlreiche holländische Segler (‚Tolkien‘, ‚H. Bartelds‘, ‚Elegant‘, 'Pedro Donker‘, etc.) und die Museumsschiffe, die regelmäßig an der Parade teilnehmen, finden ebenso wie die ‚Holland‘ ihren Platz, indem sie an entsprechender Stelle wenden und sich einreihen.

Bevor die Rückfahrt (und damit die eigentliche Einlaufparade) beginnt, gibt es an Bord ein kalt/warmes sehr leckeres Buffet. Auch hier an Bord gibt es die ‚Buffet-Filmer‘, die ‚Sitzplatz-Freihalter‘, die ‚Drängler‘ und alle Eigenheiten, die im täglichen Leben vorkommen.

Bei Wetterbesserung (der Regen hat inzwischen aufgehört) ist der Aufenthalt an Bord auf dem Vor- oder Achterschiff jetzt auch ohne Unterstand möglich. Es wird auf der Elbe immer voller; diese Atmosphäre kann letztendlich nicht beschrieben, sondern nur erlebt werden !

Gegen 17,30Uhr fahren alle Fahrzeige an den Landungsbrücken vorbei; Schiffsführer brauchen wegen des Gewusels starke Nerven. Die ziemlich unbeweglichen Großsegler werden mit Schlepperhilfe und Polizei-Eskorte an ihre Liegeplätze gebracht. Nach der Wende vor der Elbphilharmonie fährt auch die ‚Holland‘ zurück, um vor der ‚Mir‘ und ‚Kruzenshtern‘ an ihrem Platz (Brücke 10) um 18,15h nach 46km Fahrt festzumachen.

Das Gedränge an Land ist inzwischen enorm; die Musik an den zahlreichen Bühnen schallt mit ohrenbetäubender Lautstärke: hier geht jetzt die Party des Hafengeburtstages richtig los ! Für mich beginnt allerdings die Heimfahrt im ICE mit den Gedanken an diesen trotz des Schietwetters wieder erlebnisreichen Tag.

feS -.-.- 05.05.2017